Gefäßchirurgie
Chefarzt

Dr. med. Johann R. Koller, MA
Arzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie endovasculärer Chirurg (DGG)
BÄK Südwürttemberg
KV Südwürttemberg
Weiterbildungsermächtigungen
Gefäßchirurgie, Chirurgie (zusammen mit den Chefärzten der weiteren chirurgischen Abteilungen)
Kontakt
Kassenärztliche Ambulanz
Sprechzeiten
Dienstag 8:00 bis 12:00 Uhr (nach telefonischer Anmeldung)
Telefon
07121 / 200-42 70
Notfälle täglich 24 Stunden!
Oberärzte

Dr. med. Ursula Haug
Leitende Oberärztin
Ärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie

Dr. med. Kaiser
Arzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie
Zertifikate
Die Gefäßchirurgie der Kreiskliniken Reutlingen führt das Zertifikat "Anerkanntes Gefäßzentrum", verliehen von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.

Zertifiziertes Gefäßzentrum
Die Abteilung für Gefäßchirurgie ist technisch auf höchstem Stand mit intraoperativer digitaler mobiler Angiographieeinheit, Online-Verbindung zur Radiologie und intraoperativer Sonographie ausgestattet. Es werden jährlich etwa 1500 Patienten stationär behandelt und durchschnittlich 1.200 Operationen ausgeführt.
Schwerpunkte
- arterielle Gefäßrekonstruktionen einschließlich cruraler und pedaler Bypässe
- Behandlung von Aneurysmen (Gefäßausweitungen) der Hauptschlagader, Schlaganfallprophylaxe durch Rekonstruktion der zuführenden Hirngefäße
- Implantation von Stents
- Gefäßdilatationen (PTA)
- Behandlung von Gefäßkomplikationen bei Diabetes mellitus
- Lokale Lysetherapie (Auflösung von Blutgerinnseln) im arteriellen und venösen Gefäßsystem
- Behandlung komplizierter Fälle des Krampfaderleidens und seiner Folgen einschließlich endoskopischer Methoden
- Anlage von Shunts zur Hämodialyse (Blutwäsche)
- Anlage von Ports zur Chemotherapie bei Tumorerkrankungen
- Behandlung von chronischen Wunden (offene Beine)
- Ambulante Operationen
Therapiespektrum
Schlagadereinengungen und Verschlüsse
Schlagadereinengungen (Stenosen) oder Verschlüsse (Obliterationen) werden wieder eröffnet oder mit einem Bypass (körpereigene Vene oder Kunststoffprothese ) überbrückt; diese Rekonstruktionen werden in allen Körperregionen durchgeführt.
Therapie des diabetischen Fußes
Die gefäßchirurgische Therapie des diabetischen Fußes hat im Rahmen der interdisziplinären Behandlung eine besondere Bedeutung (Bypasschirurgie bis in den Unterschenkel - und Fußbereich).
Operationen von Erweiterungen der Arterien (sogenannte Aneurysmen)
Bei diesem Krankheitsbild handelt es sich um Aussackungen der Gefäße; es besteht die Gefahr der Ruptur (das Blutgefäß platzt); lebensbedrohliche Situationen entstehen. Werden Blutgerinnsel (Embolien) aus den Aneurysmen ausgeschwemmt, können Durchblutungsstörungen in nachgeschalteten Gefäßregionen auftreten.
Aneurysmen werden je nach Form und Größe durch Ersatz mit einem körpereigenen Gefäß (meist Vene) oder Gefäßprothese behandelt. Für spezielle Formen ist auch das Einbringen einer Stentprothese möglich (sogenanntes endovaskuläres Verfahren).
Einengungen, Verschlüsse und Erweiterungen der Halsschlagadern
Behandlung von Einengungen, Verschlüssen und Erweiterungen der Halsschlagadern (Carotisstenose, Carotisaneurysma) zur Vermeidung oder Behandlung eines Schlaganfalls in Zusammenarbeit mit der Stroke-unit (Schlaganfalleinheit).
Infolge von Gefäßverkalkungen kann es zur Einengung der Halsschlagader kommen, die einen Schlaganfalll verursachen können. Die Entfernung der Verkalkungen kann einen Schlaganfall verhindern. Bei einer Einengung über 70% empfehlen wir die Operation.
Therapie von Kompressionssyndromen
Therapie von Kompressionssyndromen der Gefäße, z.B. Thoracic-outlet-Syndrom, Entrapement-Syndrom.
Kooperation mit dem Institut für Radiologie im Gefäßzentrum
Erweiterung von eingeengten Gefäßen mit einem Ballon (PTA), mit oder ohne Einbringen einer Gefäßstütze (Stent). Eröffnung verschlossener Gefäße durch lokale Lyse-Therapie. Hierbei werden Blutgerinnsel durch hochwirksame Medikamente aufgelöst, die durch Katheter direkt an die Verschlußstelle im Gefäß herangebracht werden.
Thrombosen
Behandlung von Becken-Bein-Venenthrombosen sowie des postthrombotischem Syndrom und deren Komplikationen, des "offenen Beines" (Ulcus cruris).
Krampfaderbehandlung
Krampfaderbehandlung (Varizenchirurgie) einschließlich Mini-Phlebektomie und endoskopischem Verfahren, wobei größter Wert auf ein gutes kosmetisches Ergebnis gelegt wird.
Nierenersatztherapie
Anlage von Dialyse-Shunts (AV-Fisteln) und CAPD-Kathetern (Bauchfell-Dialyse) zur Nierenersatztherapie. Die Betreuung der Patienten erfolgt in enger Kooperation mit den niedergelassenen Nephrologen (Nierenspezialisten).
Portsysteme zur künstlichen Ernährung oder Chemotherapie
Implantation von Portsystemen zur künstlichen Ernährung oder Chemotherapie. Hierbei handelt es sich um kleine Kunststoffkammern, die mit einem in der oberen Hohlvene liegenden Katheter verbunden sind. Diese Ports können regelmäßig zur Chemotherapie, Blutentnahme oder Infusionstherapie angestochen werden ohne dass periphere Venen punktiert werden müssen.
Herzschrittmacher
Einpflanzung von Herzschrittmachern in Zusammenarbeit mit dem Kardiologen (Herzspezialisten) des Hauses (Oberarzt Dr. Weller).
Interdisziplinäre Diagnose, Therapie und Betreuung
Die Therapiemöglichkeiten in der modernen Gefäßchirurgie haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Die verschiedenen Formen der Gefäßleiden erfordern eine interdisziplinäre Betreuung. Seit 1999 werden Patienten im interdisziplinären Gefäßzentrum behandelt.
