Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie

Chefarzt

Dr. Kolb

Dr. Klaus Kolb
Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie

BÄK Südwürttemberg
KV Südwürttemberg

Kontakt

Telefon
07121 / 200-4291
Fax
07121 / 200-4293

Kurz vorgestellt

Die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie verfügt über 66 stationäre Betten und besitzt die Erlaubnis der Berufsgenossenschaften zur Behandlung schwerverletzter Patienten. Jährlich werden rund 2600 Patienten stationär behandelt.

Titelbild des Flyers UnfallchirurgieInfo-Flyer zum Herunterladen

Der Flyer enthält eine Einführung und Infos zu Sprechstunden.

Infos für Patienten mit orthopädischen Erkrankungen oder Unfallverletzungen, (PDF, 128 KB)

Gesamtes Spektrum der Traumaversorgung und degenerativer Gelenkerkrankungen

Fotocollage: Rettungshubschrauber, Unfallchirurg am Monitor, KernspinSpezielle Schwerpunkte der Abteilung sind neben der gesamten Traumaversorgung einschließlich Beckenchirurgie, die operative Behandlung degenerative Gelenkerkrankungen mit endoprothetischem Gelenkersatz des Schulter-, Hüft- und Kniegelenkes. Die Navigation wird hier regelmäßig eingesetzt. In den 1 bis 2 Operationssälen werden im Jahr rund 2000 Patienten operiert (davon zirka 400 Prothesenoperationen, über 700 operativ versorgte Knochenfrakturen).

Ergänzt wird das breite Spektrum durch arthroskopische Operationen von degenerativen Schäden großer Gelenke an Schulter-, Ellenbogen-, Hüft- und Kniegelenk sowie des Sprunggelenkes mit Einsatz dieser minimal invasiven operativen Techniken. Die Wirbelsäulenoperationen werden gemeinsam mit den Kollegen der Neurochirurgie durchgeführt.

Es besteht eine umfangreiche D-Arzt-Ambulanz.

Chefarzt

Dr. Klaus Kolb

Oberärzte

  • Leitender Oberarzt Martin Stuhlinger
  • Oberarzt Dr. Ralf Lindenstrauss
  • Oberarzt Dr. Michael Danner

Weiterbildungsermächtigung

  • WBO 1996: Spezielle Unfallchirurgie 36 Monate
  • WBO 2008: Schwerpunkt Unfallchirurgie 36 Monate
  • WBO 2008: Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie 24 Monate
  • WBO 2008: „Common trunk“ in Zusammenarbeit mit der Allgemeinchirurgie und der Anästhesie

Erfolgreiche Auditierung als regionales Traumzentrum im Trauma Netzwerk der DGU im Juni 2009.

Schwerpunkte

Knochenbruchbehandlung des gesamten Skelettes

Es wird die gesamte Frakturbehandlung einschließlich der Becken- und Wirbelsäulenbrüche mit modernen Osteosyntheseverfahren wie winkelstabile Platten bei den Oberarmkopf- und handgelenksnahen Speichenbrüchen durchgeführt. Auch intramedulläre Schienung des Schlüßelbeinbruches ermöglicht eine frühzeitige Mobilisation des Gelenkes und bessere funktionelle Ergebnisse.

Endoprothetischer Ersatz der großen Gelenke

Bei zunehmender Zerstörung des Gelenkes, ist ein gelenkerhaltender Eingriff nicht mehr sinnvoll. Beim endoprothetischen Gelenkersatz werden die zerstörten Gelenkanteile entfernt und ggf. unter Korrektur einer Fehlstellung durch künstliche Gelenkteile ersetzt. Minimal invasive Verfahren kommen sowohl an der Hüfte als auch beim Teilgelenksersatz der Kniegelenkes, - sog. Schlitten -, zum Einsatz. Die Navigation ist regelmäßiger Bestandteil bei dem Einbau eines künstlichen Kniegelenkes.

Schultergelenkserkrankungen

Bestehende Einengungen des Schultergelenkes (Impingement-Syndrom) als auch Schulterluxationen werden in den meisten Fällen arthroskopisch, Risse in der sog. Rotatorenmanschette und die Sprengung des Schultereckgelenkes überwiegend über einen minimal invasiven Zugang operiert. Bei ausgeprägter Arthrose kommen je nach Schädigung unterschiedliche Ersatzverfahren vom Kopfersatz bis zu sog. Inversen Prothese zur Anwendung.

Ellenbogengelenkserkrankungen

Die Behandlung der Ellenbogenverletzungen und Verrenkungen orientiert sich an dem Kapsel-Band-Schaden, so dass hier nach entsprechender Diagnostik einschließlich MR die offene Bandrekonstruktion, Osteosyntheseverfahren und ggf. ein Bewegungsfixateur zur Vermeidung der Ellenbogensteife eingesetzt wird.

Bei chronischer Instabilität kommen Bandrekonstruktionen zum Einsatz, häufig kombiniert mit der Gelenkspiegelung zur genauen Erfassung der Binnenschäden und anschließender Behandlung mit einer Ellenbogenorthese.

Die Lösung der Ellenbogensteife kann ebenfalls arthroskopisch erfolgen, bedarf aber einer konsequenten Nachbehandlung im Rahmen des stationären Aufenthaltes und der engen Zusammenarbeit der weiterbehandelten Kollegen.

Der Tennisellenbogen – Epicondylitis radialis bzw. ulnaris - wird nach erfolglosen konservativer Behandlung und entsprechender Diagnostik operativ behandelt, indem die betroffenen Sehnen teilweise von dem Knochen abgelöst und nach Entfernung des krankhaften Gewebes wieder angenäht werden.

Hüftgelenkserkrankungen

Die Impingementsymptomatik des Hüftgelenkes ist nach den heutigen Erkenntnissen eine Ursache für die später auftretenden Arthrose. Hier stellt die Hüftarthroskopie eine gute Möglichkeit dar mit der Schlüssellochtechnik Einklemmungserscheinung zu behandeln, freie Gelenkkörper zu entfernen oder eine Glättung des Verstärkungsringes des Hüftgelenkes durchzuführen.

Korrekturoperationen mit Veränderung der Hüftkopfposition in der Pfanne kommen bei ausbleibender Knochenbruchheilung zur Anwendung. Die Hüftkopfnekrose erfordert eine stadiengerechte Behandlung, so dass bei geringem Ausmass der Kopf angebohrt, mit eigenem Knochen unterfüttert und anschließend mit Hilfe einer Magnetfeldbehandlung zur Ausheilung gebracht werden kann.

Ist das Gelenk erheblich zerstört, sind gelenkerhaltende Massnahmen nicht mehr sinnvoll. Je nach Alter, Knochensituation und Aktivität kommen auch hier unterschiedliche Ersatzformen wie der Oberflächersatz, die zementfreie oder die zementierte Prothese in Frage.

Kniegelenkserkrankungen

Die arthroskopische Operation ermöglicht auch hier die schonende Behandlung von Knorpel-, Meniskus- und Kreuzbandschäden. Bei jüngeren Patienten sollte, wenn möglich, der Meniskus genäht, gleichzeitig bestehende Kreuzbandverletzungen mit einem entsprechenden Transplantat versorgt werden. Besteht eine einseitige Schädigung – Arthrose- des inneren oder äußeren Gelenkabschnittes, so ermöglicht die Umstellungsosteotomie eine Veränderung der Beinachse und Entlastung des geschädigte Gelenkabschnittes.

Der Teilgelenkersatz stellt eine alternative Behandlungsmethode dar und ermöglicht bei korrekter Implantation Standzeiten von über 15 Jahren. Ist das Gelenk erheblich zerstört, sind gelenkerhaltende Massnahmen nicht mehr sinnvoll. Je nach Alter, Knochensituation, Achsfehlstellung und Aktivität kommen auch hier unterschiedliche Ersatzformen wie der sog. Oberflächersatz oder die achsgeführte Prothese in Frage.

Sprunggelenkserkrankungen

Die arthroskopische Operation ermöglicht auch hier die schonende Behandlung von der sogenannten Impingementsymptomatik mit Entfernung intraartikulärer Verwachsungen, freier Gelenkkörper oder der Nachweis bestehenden Knorpelschädigungen mit der Möglichkeit der Mikrofrakturierung zur Knorpelersatzbildung oder Anbohrung wie am Kniegelenk. Bandersatzplastiken kommen bei chronische Instabilitäten zur Anwendung.
Die ausgeprägte Zerstörung des Gelenkes macht in seltenen Fällen die Versteifung oder den künstlichen Gelenkersatz erforderlich.

Polytraumaversorgung

Als Schwerpunktkrankenhaus mit der entsprechende Infrastruktur und Hubschrauberlandeplatz stellt ist Unfallchirurgie und Orthopädie das Versorgungszentrum für Schwerverletzte mit 24-stündiger Behandlungsmöglichkeit und entsprechender Intensiv- und Operationskapazitäten für Region dar. Die Abteilung ist als regionales Traumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie in dem Verbund Südwest zertifiziert.

Kindertraumatologie

Bis auf die im Kindesalter sehr seltenen Knochenbrüche der Wirbelsäule kommen konservative Behandlungsmethoden mit Gipsruhigstellung oder operative Verfahren mit Spickdrähten bzw. innere Knochenschienungen zur Anwendung.

Wirbelkörperverletzungen

Neben der konservative Wirbelbruchbehandlung kommen unterschiedlichen Behandlungsmethoden in der operativen Bruchbehandlung zur Anwendung. Bei osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen die Aufrichtung und Stabilisierung mit Knochenzement –Kyphoplastie-, instabile Frakturen benötigen häufig aufwendige Operationen mit Anlage eines Fixateur interne und den zusätzlichen Teilersatz des gebrochenen Wirbelkörpers. Auch hier kommen minimal invasive Verfahren wie der Einbau des Fixateur interne zum Einsatz, es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie.

Kurzliegerstation

Wenn der operative Eingriff es ermöglicht, bieten wir Ihnen an, den stationären Aufenthalt auf der Kurzliegerstation zu verbringen.

Eigenblutspende

Hier besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesie, die die Eigenblutspende vor Hüft- und Knieendoprothesenimplantationen federführend durchführt.

Spezialsprechstunden

  • Endoprothesensprechstunde
  • Schultersprechstunde
  • Wirbelsäulensprechstunde
  • Allgemeine Kassenärztliche Ambulanz
  • BG-Sprechstunde
  • Chefarztsprechstunde

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