Patientensicherheit ist uns wichtig!

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Auszeichnungen

Das Klinikum am Steinenberg Reutlingen ist bei Deutschlands größtem Krankenhausvergleich, der von dem Magazin Focus durchgeführt wurde, als "Top Regionales Krankenhaus: Baden-Württemberg" gelistet.

TOP Regionales Krankenhaus 2017

Anästhesie in der Geburtshilfe

In der Frauenklinik des Klinikums am Steinenberg finden jährlich etwa 1500 Geburten statt. Die Klinik für Anästhesiologie arbeitet dabei sehr eng mit der Frauenklinik zusammen. Es ist dabei rund um die Uhr eine sehr schnelle anästhesiologische Versorgung im Kreißsaal gewährleistet.

Periduralkatheter zur Geburtserleichterung

Zur Erleichterung der Geburt bietet sich in vielen Fällen die geburtshilfliche Periduralanästhesie (PDA) an. Über einen dünnen Schlauch wird kontinuierlich ein lokales Betäubungsmittel in Kombination mit einem zusätzlichen Schmerzmittel gegeben. Diese Kombination und die präzise Dosierung ermöglichen eine sehr effektive Schmerzlinderung, ohne die Muskelkraft zu beeinträchtigen oder die Gebärende müde zu machen. Sie können weiter aktiv mitpressen und sind sogar in der Lage, noch umherzugehen.

Nach ausführlicher Hautdesinfektion, nach Abdecken des Rückens mit einem sterilen Tuch und nach Anlage einer kleinen Lokalanästhesie wird der Periduralraum mit einer Hohlnadel aufgesucht. Auf diese Hohlnadel setzen wir eine flüssigkeitsgefüllte (üblicherweise eine physiologische Kochsalzlösung) Spritze auf. Sobald die Hohlnadel den Weg durch die straffen Bänder zwischen den Wirbelkörperfortsätzen hindurchgefunden und den Periduralraum erreicht hat, lässt sich diese Flüssigkeit sehr leicht einspritzen. Auf diese Weise ist der Periduralraum problemlos und sicher auffindbar. Danach können wir durch die Hohlnadel hindurch problemlos einen sehr dünnen Katheter eingelegen (der sogenannte Periduralkatheter, er hat einen Durchmesser von ca. 1,5 mm) und die Hohlnadel dann wieder entfernen. Den Katheter werden Sie nicht spüren und er wird Sie zu keiner Zeit stören.

Gerade, weil es sich um ein regionales Verfahren handelt und deshalb nur äußerst geringe Medikamenten-Mengen in den mütterlichen und kindlichen Kreislauf gelangen, ist diese Art der Medikamentengabe für die Gebärende und insbesondere für ihr Kind sehr nebenwirkungsarm. Darüber hinaus ist es sogar bekannt, dass die Durchblutung der Plazenta verbessert und der kindliche Stress reduziert werden.

Patientinnen-kontrollierte Schmerztherapie (PCEA)

Als eine von wenigen Kliniken in Deutschland bietet die Klinik für Anästhesiologie und operative Schmerztherapie das Verfahren der geburtshilflichen Periduralanästhesie als Patientinnen-kontrollierte Periduralanästhesie (PCEA) an. Dies bedeutet, dass die Gebärende nicht nur kontinuierlich das Schmerzmittel erhält, sondern sich bei Bedarf selbst über eine einfache Knopfbedienung zusätzliche Dosen verabreichen kann. Dies erfolgt über eine Computer-gesteuerte Infusionspumpe, die den Bedürfnissen der Gebärenden entsprechend individuell von uns programmiert wird. Dabei werden Sicherheitsgrenzen berücksichtigt, damit keine versehentliche Überdosierung möglich ist. Mit dieser Methode ist die Gebärende unabhängiger und kann die Dosierung ihrem Schmerzempfinden entsprechend schnell anpassen.

Regionalanästhesie zum Kaiserschnitt

Wenn bei der Geburt ein Kaiserschnitt (Sectio caesarea) erforderlich wird, besteht prinzipiell die Möglichkeit einer Regional- oder Allgemeinanästhesie.

Manchmal bleibt auf Grund bestimmter Vorerkrankungen oder bei Notfällen allerdings keine Wahlmöglichkeit. _Wenn beide Verfahren möglich sind, ist in der Regel aus Sicherheitsgründen für Mutter und Kind die Regionalanästhesie zu bevorzugen. Das bei der Allgemeinanästhesie zum Kaiserschnitt erhöhte Risiko der Aspiration entfällt, weil die Patientin wach und im vollen Besitz ihrer Schutzreflexe ist.

Die bevorzugten Regionalanästhesieverfahren sind die Spinalanästhesie oder, insbesondere bei schon liegendem Periduralkatheter, eine Periduralanästhesie. Beide Verfahren führen zu einer kompletten Schmerzausschaltung. Das Gebiet des Bauchs wird zum Operieren mit Tüchern abgedeckt; die Gebärende kann dabei von der Operation selbst nichts sehen, ist aber trotzdem wach und erlebt damit die Geburt ihres Kindes mit. Unterhalb der Brust hat sie keine Schmerzempfindung mehr und kann die Beine nicht oder kaum mehr bewegen.

Nachdem die Hebamme das Kind kurz versorgt hat, kommt das Kind direkt zur Mutter in den Operationssaal. Der Vater oder eine andere nahestehende Person kann während des gesamten Kaiserschnitts bei der werdenden Mutter sein.

Allgemeinanästhesie zum Kaiserschnitt

Sollte ein Regionalänasthesie-Verfahren nicht möglich sein, muss eine Allgemeinanästhesie durchgeführt werden. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn ein Kaiserschnitt sehr rasch durchgeführt werden muss und deshalb keine Zeit mehr für eine Regionalanästhesie bleibt. Vor Beginn der Narkose wird über eine Maske Sauerstoff gegeben und die Schwangere gebeten, mehrmals tief einzuatmen. Sobald die werdende Mutter vom Narkosemittel eingeschlafen ist (das über den zuvor angelegten venösen Zugang gegeben wird), wird ein dünner Beatmungsschlauch (Tubus) durch den Mund bis in die Luftröhre eingelegt, über den dann die Beatmung erfolgt und der ab diesem Moment die Lunge gegenüber Flüssigkeiten abdichtet.

In der Geburtshilfe werden nur sehr lange bewährte und bekannte Medikamente verwendet. Um trotzdem den Übergang von Medikamenten auf das Kind so gering wie möglich zu halten, wird die Narkose erst dann begonnen, wenn alle Vorbereitungen zum Kaiserschnitt getroffen und die Operateure bereit sind. Der Anästhesist kann während der gesamten Zeitdauer des Kaiserschnitts die Narkosetiefe exakt nach Bedarf steuern. Am Ende bekommt die Patientin dann nochmals ein Schmerzmittel, um eventuelle postoperative Schmerzen zu lindern.

Die Erstversorgung des Neugeborenen übernehmen dann vor allem die Hebammen. Um bei unerwarteten Störungen der Atmung oder des Kreislaufs des Neugeborenen sofort helfen zu können, sind aber auch die Kinderärzte der Abteilung für Neonatologie bei jedem Kaiserschnitt anwesend.


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