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Auszeichnungen

Das Klinikum am Steinenberg Reutlingen ist bei Deutschlands größtem Krankenhausvergleich, der von dem Magazin Focus durchgeführt wurde, als "Top Regionales Krankenhaus: Baden-Württemberg" gelistet.

TOP Regionales Krankenhaus 2017

Änasthesisten bei der Arbeit

Häufige Fragen zur Allgemeinanästhesie

Warum darf ich vor der Operation nichts essen und trinken?

Durch die Allgemeinanästhesie werden neben dem Bewusstsein und der Schmerzempfindung auch die Schutzreflexe (z.B. Schluck- und Hustenreflex) ausgeschaltet. Es besteht deshalb die Gefahr, dass Mageninhalt in den Rachen gelangt, eingeatmet wird und eine schwere Lungenentzündung hervorruft. Diese Gefahr ist umso größer, je mehr Nahrungsmittel oder Flüssigkeit sich im Magen befinden und je kürzer die letzte Mahlzeit zurückliegt. Vor jeder Anästhesie sollten Sie daher im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit mindestens sechs Stunden keine feste Nahrung zu sich nehmen und mindestens zwei Stunden nichts mehr trinken.

Wie schnell wirkt die Allgemeinanästhesie?

Die modernen Medikamente ermöglichen ein sehr rasches und sanftes Hinübergleiten in den schlafähnlichen Zustand der Allgemeinanästhesie. Sowohl beim Einspritzen der Medikamente in den Infusionsschlauch als auch bei der Verabreichung eines Narkosedampfes mit der Atemluft schlafen Sie nach etwa einer halben bis einer Minute ein.

Wache ich während der Operation wirklich nicht auf?

Nachdem Sie eingeschlafen sind, überprüft Ihr Anästhesist ständig neben den lebenswichtigen Organfunktionen auch die Narkosetiefe. Mit Hilfe der heute verfügbaren Medikamente kann die Narkose sehr genau und rasch reguliert werden. Sie brauchen sich also keine Sorgen machen, dass Sie während der Operation wach werden. Routinemäßig mischen wir immer (falls keine Gründe gegen die Verwendung sprechen) einen Narkosedampf zur Beatmungsluft hinzu, der einen sicheren Schlaf garantiert.

Wie stark werden meine Schmerzen nach der Operation sein?

Schmerzen nach einer Operation sind nicht immer vollständig zu vermeiden, sie können aber heute auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Der Bedarf an Schmerzmitteln hängt vor allem von der durchgeführten Operation ab. Um Ihnen die Zeit nach der Operation so angenehm wie möglich zu machen, wird bereits während des Eingriffs die Dosierung der Schmerzmittel auf den erwarteten Bedarf danach abgestimmt.

Nach Ende der Operation kann die weitere Gabe von Schmerzmitteln jederzeit Ihrem individuellen Bedarf angepasst werden. Bei größeren Eingriffen wird Ihnen zusätzlich zur Allgemeinanästhesie eine Regionalanästhesie vorgeschlagen werden, die eine optimale Schmerzbehandlung ermöglicht. Ihr Anästhesist wird Sie hierüber während des Prämedikatonsgesprächs genau informieren können.

Kann es passieren, dass ich nicht mehr aufwache?

Die Anästhesie ist heute so sicher wie nie zuvor. Diese erfreuliche Tatsache ist vor allem der Entwicklung neuer Medikamente und besserer Überwachungsmöglichkeiten für die Funktion der lebenswichtigen Organe zu verdanken. Dennoch können auch heute in seltenen Fällen lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Das Risiko hierfür wird vor allem von den Begleiterkrankungen des Patienten und von der durchgeführten Operation bestimmt, weniger vor der Anästhesie selbst. Für körperlich gut belastbare Patienten, die sich einem begrenzten Eingriff unterziehen müssen, ist es äußerst gering.

Ist mir nach der Operation übel?

Übelkeit und Erbrechen waren früher nahezu unvermeidliche Begleiterscheinungen einer jeden Vollnarkose. Die modernen Medikamente lösen diese unangenehmen Nebenwirkungen heutzutage wesentlich seltener aus, einige der benutzten Medikamente sind sogar zu ihrer Behandlung geeignet. Dennoch können wir leider auch heute noch keine Gewähr für eine Aufwachphase ohne Übelkeit geben. Häufigkeit und Ausprägung hängen von Ihrer persönlichen Veranlagung und der durchgeführten Operation ab. Bei bekannter Neigung zu Übelkeit und Erbrechen wenden wir jedoch schon routinemäßig besondere vorbeugende Maßnahmen an. Neben Ihrer persönlichen Veranlagung berechnen wir die Wahrscheinlichkeit von Übelkeit und Erbrechen anhand eines Risiko-Scores.

Wann kann ich wieder essen und trinken?

Nach einer Anästhesie können sie in vielen Fällen wieder etwas trinken, sobald Sie wieder wach sind. Frühzeitige übermäßige Zufuhr von Flüssigkeit und fester Nahrung nach einer Anästhesie kann jedoch zu Übelkeit und Erbrechen führen. Im eigenen Interesse sollten Sie daher zunächst nur kleinere Schlucke trinken und gegebenenfalls mit der Aufnahme fester Nahrung noch einige Stunden warten. Nach Operationen an den Bauchorganen, insbesondere am Magen oder Darm, können sich diese Zeitintervalle zum Teil um ein mehrfaches verlängern.

Wann bin ich wieder richtig wach?

Die modernen Medikamente lassen eine sehr gute Steuerung der Anästhesiedauer zu. Schon wenige Minuten nach Ende der Operation sind Sie daher wieder "wach" im Sinne der Anästhesisten, d.h. dass Sie selbst wieder ausreichend atmen können, Ihre Schutzreflexe zurückgekehrt sind und wir uns wieder mit Ihnen verständigen können.

Bis Sie Ihrer Umgebung wieder wache Aufmerksamkeit entgegenbringen und sich für Aktivitäten wie Lesen, Fernsehen u.a. interessieren, können jedoch in Abhängigkeit von Art und Dauer der Operation einige Stunden vergehen. Diese Zeitspanne ist auch von der Art und Dosis der Schmerzmittel abhängig, die Sie nach der Operation benötigen.


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