Schmerzambulanz

Die Schmerzambulanz der Ermstalklinik hat ihre Anfänge um das Jahr 1990. Angefangen von einigen Patienten pro Jahr, hat sich die Zahl stetig gesteigert und zählt im ersten Halbjahr 2008 bisher 175 Patienten, bei denen über 400 invasive Behandlungen durchgeführt wurden.

Es besteht eine KV Zulassung. Behandelt werden Patienten mit chronischen Schmerzen auf Überweisungsschein von Hausärzten oder Fachärzten beziehungsweise aus den Ambulanzen der Kreiskliniken.

Kontakt

Termine

nach Vereinbarung

Anmeldung

Frau Klemm

Telefon:
07125 159-232

Montag bis Donnerstag:
von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
und 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Freitag:
von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Fax:
07125 159-376

E-Mail

OA Dr. Thomas Lipp
OA Werner Traub DEAA

Leitung und Team

Geleitet wird die Schmerzambulanz von den Oberärzten der Anästhesie OA Dr. Thomas Lipp und OA Werner Traub DEAA, die die beide die Zusatzbezeichnung "Spezielle Schmerztherapie" besitzen.

Die Leiter der Schmerzambulanz: Oberarzt Dr. Lipp und Oberarzt Dr. TraubZur Unterstützung ihrer Arbeit und zur Assistenz stehen ihnen ein Team von speziell geschulten Krankenpflegekräften zur Verfügung, die über spezielle Kenntnisse im Umgang mit Schmerzpatienten erworben haben.

Ganzheitliches Vorgehen

Der chronische Schmerz unterscheidet sich vom akuten Schmerz darin, dass er Warn- und Signalfunktion verloren hat, sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und vor allem keine Besserungstendenz zeigt.

Dabei rückt der Schmerz ganz in den Vordergrund des Erlebens des Patienten, der gesamte Tagesablauf und auch das soziale Leben wird vom Schmerz bestimmt.

Er wird zur eigenständigen Krankheit und muss deshalb interdisziplinär und multimodal – bio-psycho-sozial behandelt werden. Nur ein ganzheitlicher Therapieansatz kann dabei Erfolg bringen.

Dieses ganzheitlicher Vorgehen wird in unserer Schmerzambulanz durch den Schmerztherapeuten eingeleitet. Daneben werden alle weiteren medizinischen Fachkompetenzen, wie Neurologen, Internisten, Psychologen, sowie Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und andere mit in unsere Behandlungsstrategien miteingebunden.

Erstuntersuchung

Es werden bei der Erstuntersuchung (Dauer: 1 bis 1,5 Stunden) folgende Unterlagen benötigt:

  • Alle medizinischen Vorbefunde
  • Bereits ausgefüllter „Deutscher Schmerzfragebogen“, der im Vorfeld dem Patienten zugesandt wird.

Ablauf der Behandlung

  • Anamnese und Auswertung der Befunde
  • Untersuchung des Patienten
  • Beratungsgespräch
  • Erstellen eines Therapiekonzepts
  • Behandlung in Zusammenarbeit mit Hausarzt, Facharzt und spezialisierten Krankenhausärzten

Besonders schwierig zu diagnostizierende und behandelnde Patienten können einmal im Monat im Rahmen der offenen Schmerzkonferenz in Reutlingen vorgestellt und diskutiert werden. An dieser Schmerzkonferenz nehmen zwischen 12 und 15 an der Schmerztherapie interessierte Ärztinnen und Ärzte und Psychologen teil.

In Ausnahmefällen erfolgt bisher in Zusammenarbeit mit den Abteilungen der Ermstalklinik eine stationäre Behandlung der Schmerzpatienten.

Diese stationäre Behandlungsoption wird im Moment weiter ausgebaut und soll in Kürze als eigene Schmerzstation etabliert werden.

Welche Schmerzsyndrome werden behandelt?

  • Gesichtsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Herpes Zoster
  • Krebsschmerzen
  • Kreuz- und Rückenschmerzen
  • alle Nervenschmerzen (z.B. Trigeminusneuralgie, Phantomschmerzen, Polyneuropathien)
  • Arthrosen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Schmerzen bei Durchblutungsstörungen
  • Komplexe regionale Schmerzsyndrome (CRPS), wie z.B. M.Sudeck, alle mit dem sympathischen Nervensystem verbundene Schmerzen
  • Schmerzen innerer Organe
  • Schmerzen nach Unfällen oder Operationen
  • Schmerzen bei seelischen Erkrankungen

Welche therapeutischen Maßnahmen werden angewandt?

  • Alle Formen der medikamentösen Schmerztherapie
  • Therapeutische Lokalanästhesien (ggf. unter CT-Kontrolle)
  • Plexus und Rückenmarksnahe Anästhesien
  • Rückenmarksnahe Opiat-Applikation
  • Sympathikusblockaden (unter CT-Kontrolle)
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation
  • Entzugsbehandlung
  • Denervierungsverfahren
  • Implantation von Pumpen, Ports u. ä.
  • Physikalische Therapie
  • Maßnahmen der Psychosomatischen Grundversorgung
  • Akupunktur

Mehr Lebensqualität für Schmerzpatienten ist das Ziel aller Mitarbeiter der Schmerzambulanz.


.
.

xxnoxx_zaehler

.

xxnoxx_zaehler