Institut für Laboratoriumsmedizin

Chefarzt

Dr. Mühlbayer

Dr. Dieter Mühlbayer
Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Bluttransfusionswesen und Ärztliches Qualitätsmanagement

Kontakt

Telefon
07121 / 200-36 76
Fax
07121 / 200-42 50

Zertifikate

Das Institut für Laboratoriumsmedizin ist QM-zertifiziert nach DIN-ISO 9001:2000.

ISO-Zertifikat als Qualitätsauszeichnung für das Institut für Laboratoriumsmedizin

Leistungszahlen

  • Klinikum am Steinenberg Reutlingen: ca. 1,2 Million Untersuchungen im Jahr
  • Ermstalklinik Bad Urach: ca. 300.000 Untersuchungen im Jahr
  • Albklinik Münsingen: ca. 150.000 Untersuchungen im Jahr
  • QM-zertifiziert nach DIN-ISO 9001:2000

Laborbefunde rund um die Uhr

Das Institut für Laboratoriumsmedizin versorgt als diagnostisches Kompetenzzentrum die Häuser aller drei Standorte der Kreiskliniken mit ca. 400 verschiedenen Kenngrößen der medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. Zum Einsatz kommen dabei modernste Analysengeräte und EDV-Unterstützung.

Sehr gut aus- und weitergebildete, hoch qualifizierte Mitarbeiter/innen - medizinisch-technische Assistentinnen (MTA), Fachärzte und Naturwissenschaftler - versorgen die patientenbetreuenden, klinisch tätigen Ärztinnen und Ärzte Tag und Nacht mit Laborbefunden für Diagnostik und Beurteilung von Therapieverläufen akuter und chronischer Erkrankungen, aber auch zur Einschätzung bestimmter Risiken. Ein wesentlicher Service des Instituts stellt die schnelle und zeitnahe Übermittlung der Ergebnisse an den klinisch tätigen Arzt mittels eines modernen Krankenhausinformationssystems dar.

Neben der Wahrnehmung der analytischen Aufgaben stehen die akademischen Mitarbeiter des Institutes den klinischen Kollegen/innen aller Standorte zusätzlich auch für Ergebnis- und Befundinterpretationen rund um die Uhr zur Verfügung.

Aufgaben des Instituts

Analytik körpereigener Substanzen

Das Spektrum der Untersuchungen, welche aus den unterschiedlichsten Materialien (Blut, Urin, Liquor, Stuhl, Punktate) durchgeführt werden, umfasst die Bereiche Klinische Chemie, Hämatologie, Gerinnung, Proteinanalytik, Infektiologie und Immunologie.

Die Bestimmung körpereigener Substanzen wie Enzyme, Substrate, Lipoproteine, Elektrolyte, Spurenelemente, Eiweiße, Vitamine und Hormone lässt Aussagen über Stoffwechselsituationen sowie die Leistung oder Schädigung verschiedenster Organe wie z.B. Herz, Leber, Nieren und Drüsen mit innerer Sekretion zu.

Über die Spiegelbestimmung von Medikamenten oder die Quantifizierung tumorassoziierter Antigene können schnelle Entscheidungen für die Behandlung getroffen werden.

Durch Analyse von Gerinnungsfaktoren und Ermittlung der Anzahl sowie Funktionstüchtigkeit der Thrombozyten lassen sich sowohl Blutungs- als auch Thromboseneigungen erkennen. Blutverluste, aber auch Erkrankungen des blutbildenden Systems (z.B. Leukämien) lassen sich mittels Blutbild-Analytik feststellen.

Alle eingesetzten Analysenmethoden werden qualitätsbewusst ständig dem neuesten Stand der Wissenschaft angepasst. Über aufwändige interne und externe Qualitätskontrollen wird die Richtigkeit der Analysenergebnisse sichergestellt.

Molekularbiologische Diagnostik

Ziel der klinischen Molekularbiologie ist der Nachweis angeborener Keimbahnmutationen und erworbener somatischer Mutationen auf DNA- oder RNA-Ebene. Trotz Automatisierung in einigen Teilbereichen ist diese Analytik zum großen Teil noch reine Handarbeit und deshalb besonders personal- und zeitintensiv. Insgesamt verspricht man sich von der Kenntnis der genetischen Information im medizinischen Bereich verbesserte Möglichkeiten für Früherkennung , Diagnostik, Therapie und Monitoring von Erkrankungen.

Die derzeit im Institut angebotenen Untersuchungen betreffen das Gebiet der Gerinnungsstörungen in Form der Identifizierung von Patienten mit einer Anlage zur Thromboseneigung.

Bereitstellen von Blutprodukten

Eine Schlüsselrolle des Instituts stellt das Gebiet der Transfusionsmedizin dar. Es umfasst das Bereitstellen von Blutprodukten für Transfusionen sowohl aus dem stationären und ambulanten als auch niedergelassenen Bereich. So werden ständig eine ausreichende Zahl an Erythrozytenkonzentraten und Frischplasmen der unterschiedlichen Blutgruppen vorgehalten. Thrombozytenkonzentrate sowie spezielle Blutprodukte für Früh- und Neugeborene der Kinderklinik können bei Bedarf schnell von unserem Kooperationspartner (DRK Ulm) bezogen werden.

Vor Transfusion führt das Institut die notwendigen Blutgruppenbestimmungen, Verträglichkeitsanalysen (sog. Kreuzprobe) und gegebenenfalls Antikörpernachweise durch, um die Verträglichkeit der jeweiligen Blutprodukte für den einzelnen Patienten zu gewährleisten.

Nachweis von Infektionserregern

Der Nachweis von Infektionserregern wie Bakterien, Pilze und Parasiten mittels mikroskopischer, serologischer und kultureller Methoden aus den unterschiedlichsten Materialien wie z.B. Blutkulturen, Liquores, Punktate, Urine, Stühle und Wundabstriche ist eine weitere wichtige Aufgabe des Instituts. Die nachgewiesenen Erreger werden dann einer Resistenzprüfung unterzogen um anschließend sowohl eine gezielte und effektive als auch ökonomische Behandlung mit Antibiotika zu ermöglichen.
Das Vorliegen von Virusinfektionen wird sowohl über Direktnachweis als auch mittels der Bestimmung von Antikörpern, welche als Reaktion des Immunsystems gebildet werden, durchgeführt.

Neben dem Nachweis der unterschiedlichsten Infektionserreger wird in kooperativer Zusammenarbeit mit den Hygienefachkräften der Häuser die Funktion der hygienebeauftragten Ärztin durch Frau Dr. Lorek wahrgenommen. Diesem Team unterliegt die ständige Überwachung der Hygiene der Krankenhäuser und seiner Einrichtungen.

Aus- und Weiterbildungsaufgaben

Das Institut beteiligt sich mit allen Mitarbeitern regelmäßig an der Aus- und Weiterbildung von Auszubildenden der unterschiedlichsten Berufsgruppen im Gesundheitssystem (Pflege, Medizinisch-technische Assistentinnen, Medizinstudenten im praktischen Jahr) durch Seminare und Laborpraktika. Zusätzlich wird auch Realschülern/innen im Rahmen ihrer Berufsfelderkundung die Möglichkeit gegeben, die Aufgaben und Funktionsweise eines medizinischen Laborinstituts in einem einwöchigen Praktikum kennenzulernen.

Selbstverständlich bilden sich alle Institutsmitarbeiter in regelmäßigen internen und externen Weiterbildungen intensiv fort, um ihre Kenntnisse und ihr Wissen immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu halten.




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