Prostatakarzinom

Hintergrundwissen

Haufigkeit

In Deutschland ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Männern und stellt die zweihäufigste zum Tode führende Krebserkrankung dar. Das Robert-Koch-Institut hat die Anzahlen der Neuerkrankungen aktuell auf zirka 60.000 Männer jährlich geschätzt. Es ist ein Tumor des höheren Lebensalters, bei einem mittleren Erkrankungsalter von 69 Jahren.

Behandlungsmöglichkeiten

Wir bieten sämtliche moderne Therapiemöglichkeiten von der laparoskopischen und offen, retropubischen radikalen Prostatektomie beim lokalisierten Karzinom bis hin zur Chemotherapie in Kooperation mit unseren Onkologen beim metastasierten Tumor an. Eine Strahlentherapie wird in Kooperation in der Strahlentherapie in Tübingen durchgeführt.

Bei metastasiertem Prostatakarzinom oder rasch ansteigendem PSA-Wert nach einer definitiven Therapie bietet die Chemotherapie mit Taxotere bei guter Verträglichkeit vielversprechende Ergebnisse. Sie wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Ultraschall-gesteuerte transrektale Stanzbiopsie der Prostata

Bild 1: Gewebeuntersuchung der Prostata (Histologie)

Die transrektale Stanzbiopsie der Prostata wird in der Regel in Lokalanästhesie (örtlicher
Betäubung) und je nach Wunsch des Patienten auch in Vollnarkose durchgeführt.

Hier erfolgt die Gewebegewinnung als Diagnostik bei Verdacht auf Krebs in der Prostata.

Offene retrobubische Prostatektomie

Diese Operation stellt die Standardtherapie bei Patienten mit lokal begrenztem Karzinom dar. Durch den Einsatz von Lupenbrille und Xenon-Stirnlampe ist eine extrem genaue Präparation möglich, die bei radikaler Entfernung des Tumors den Schließmuskel maximal schont. Bei entsprechender Tumorsituation ist auch eine sehr exakte Schonung der für die Erektion zuständigen Nervenbahnen möglich.

Laparoskopische radikale Prostatektomie

Die laparoskopische radikale Prostatektomie ist eine minimal-invasive Operation, bei der die Prostata durch 5 kleine Einschnitte im Unterbauch entfernt wird. Vorteile sind minimaler Blutverlust, excellente Übersicht für den Operateur durch Vergrößerung des Operationsfeldes, sowie eine rasche Erholung des Patienten. Die onkologischen und funktionellen Ergebnisse sind mit der der offenen Operation vergleichbar.


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