Patientensicherheit ist uns wichtig!

Die Kreiskliniken Reutlingen GmbH engagiert sich in der Initiative Qualitätsmedizin.

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Die Kreiskliniken Reutlingen GmbH ist Mitglied im Aktionsbündnis Patientensicherheit.Logo Aktionsbündnis Patientensicherheit

Patientenfreundliche Webseite

Unser Internetauftritt ist durch die Initiative Medizin Online (imedON) als patientenfreundliche Website zertifiziert.

imedON Zertfikat 2011

Auszeichnungen

Das Klinikum am Steinenberg Reutlingen ist bei Deutschlands größtem Krankenhausvergleich, der von dem Magazin Focus durchgeführt wurde, als "Top Regionales Krankenhaus: Baden-Württemberg" gelistet.

TOP Regionales Krankenhaus 2018

Prostatakarzinom

Hintergrundwissen

Haufigkeit

In Deutschland ist das Prostatakarzinom die häufigste Krebserkrankung bei Männern und stellt die zweihäufigste zum Tode führende Krebserkrankung dar. Das Robert-Koch-Institut hat die Anzahlen der Neuerkrankungen aktuell auf zirka 60.000 Männer jährlich geschätzt. Es ist ein Tumor des höheren Lebensalters, bei einem mittleren Erkrankungsalter von 69 Jahren.

Behandlungsmöglichkeiten

Wir bieten sämtliche moderne Therapiemöglichkeiten von der laparoskopischen und offen, retropubischen radikalen Prostatektomie beim lokalisierten Karzinom bis hin zur Chemotherapie in Kooperation mit unseren Onkologen beim metastasierten Tumor an. Eine Strahlentherapie wird in Kooperation in der Strahlentherapie in Tübingen durchgeführt.

Bei metastasiertem Prostatakarzinom oder rasch ansteigendem PSA-Wert nach einer definitiven Therapie bietet die Chemotherapie mit Taxotere bei guter Verträglichkeit vielversprechende Ergebnisse. Sie wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Ultraschall-gesteuerte transrektale Stanzbiopsie der Prostata

Bild 1: Gewebeuntersuchung der Prostata (Histologie)

Die transrektale Stanzbiopsie der Prostata wird in der Regel in Lokalanästhesie (örtlicher
Betäubung) und je nach Wunsch des Patienten auch in Vollnarkose durchgeführt.

Hier erfolgt die Gewebegewinnung als Diagnostik bei Verdacht auf Krebs in der Prostata.

Offene retrobubische Prostatektomie

Diese Operation stellt die Standardtherapie bei Patienten mit lokal begrenztem Karzinom dar. Durch den Einsatz von Lupenbrille und Xenon-Stirnlampe ist eine extrem genaue Präparation möglich, die bei radikaler Entfernung des Tumors den Schließmuskel maximal schont. Bei entsprechender Tumorsituation ist auch eine sehr exakte Schonung der für die Erektion zuständigen Nervenbahnen möglich.

Laparoskopische radikale Prostatektomie - da Vinci® assistiert

Die laparoskopische radikale Prostatektomie ist eine minimal-invasive Operation, bei der die Prostata durch 5 kleine Einschnitte im Unterbauch entfernt wird. Vorteile sind minimaler Blutverlust, excellente Übersicht für den Operateur durch Vergrößerung des Operationsfeldes, sowie eine rasche Erholung des Patienten. Die onkologischen und funktionellen Ergebnisse sind mit der der offenen Operation vergleichbar.

Für diese minimal-invasive Operation setzen wir das da Vinci®-System ein.

Fokale Therapie des Prostatakarzinoms mittels hochfokussiertem Ultraschall (HIFU)

Focal One Verfahren

Was bedeutet fokale Behandlung?

Bei einem sogenannten lokalisierten (Tumor auf die Prostata begrenzt) Prostatakarzinom wird immer das gesamte Organ behandelt und entweder operativ entfernt oder mittels Strahlentherapie komplett zerstört. Im Gegensatz dazu wird bei der fokalen Therapie nur der tumortragende Anteil der Prostata behandelt und so die Organfunktion erhalten. Die Therapie mittels hochfokussiertem Ultraschall wird seit über 20 Jahren zur Behandlung von Erkrankungen der Prostata eingesetzt.
Das Tumorgewebe absorbiert den Ultraschall und wird auf bis zu 90 Grad C erwärmt. Zusätzlich erzeugen die Schallwellen einen Unterdruck, der sogenannte Kavitationseffekte (mechanische Zerstörungen) im Tumor erzeugt. Durch die technische Entwicklung des neuen Focal One Geräts der Fa. EDAP ist es möglich, jeden beliebigen Teilbereich der Prostata millimetergenau zu behandeln und dabei das angrenzende gesunde Gewebe zu schonen.

Für wen ist die Focal One Behandlung geeignet?

  • Patienten mit lokalem Prostatakarzinom der niedrigen und mittleren 
    Risikokonstellation
  • Gleason 6 – 7a
  • fokaler Tumor
  • PSA < 10
  • Tumor digital nicht tastbar
  • Patienten, die für eine Operation aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage 
    kommen oder die die Standardtherapie ablehnen
  • Patienten, die nach einer erfolgten Prostatakrebsbehandlung (z.B. Bestrahlung, 
    Brachytherapie) oder auch OP erneut an Prostatakrebs erkranken (sogenannte
    Salvage-Therapie)

Der Behandlungsablauf

Therapieplanung und Lokalisation des Tumors erfolgt durch Ultraschall in Echtzeit oder Fusion von Kernspin- und transrektalen Ultraschallbildern in Echtzeit. Energiedosis sowie Abstand zur Harnröhre und Enddarm werden ständig berechnet und mittels Bewegungsdetektoren wird eine ständige Lagekontrolle durchgeführt. Der Patient liegt in Seitenlagerung in Spinalanästhesie oder Narkose, die kombinierte Therapie- und Ultraschallsonde wird in den Enddarm eingeführt und die live-Ultraschallbilder zusammen mit den fusionierten Kernspinsequenzen auf einem hochauflösenden Monitor eingespielt. Der „Operateur“ markiert am Monitor den Tumor, entscheidet welche Bereiche behandelt und welche ausgespart werden und steuert die gesamte, knapp 2 -stündige Therapiesitzung.

Im Anschluss wird eine Erfolgskontrolle mittels Kontrastmittelsonographie durchgeführt und ggf in der gleichen Sitzung nicht exakt getroffene Areale nachbehandelt.

Der Patient kann das Krankenhaus meist nach 3-4 Tagen verlassen. Die Kosten einer HIFU-Behandlung tragen sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen.

Noch Fragen?
Wir beraten Sie gerne in einer persönlichen Atmosphäre in unserer Sprechstunde.
Bitte vereinbaren Sie dazu unter der Tel. 07121 /200-3106 einen Termin.


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