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Carotisstenose

Eine Carotisstenose bezeichnet die Verengung (Stenose) der Halsschlagader (Arteria carotis communis oder ihrer Äste), die das Gehirn mit Blut versorgt. Die Hauptursache ist die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung). 

Die schwerwiegendste Folge ist der Schlaganfall. 

Ursache und Entstehung

Die Carotisstenose entsteht fast immer durch Arteriosklerose. Dabei bilden sich über Jahre oder Jahrzehnte hinweg Ablagerungen, sogenannte Plaques, in den Wandschichten der Halsschlagadern. Diese Plaques bestehen hauptsächlich aus Fetten, Cholesterin und „Kalk“. 

Wesentliche Risikofaktoren, die diesen Prozess beschleunigen, sind: 

  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Rauchen (Tabakkonsum)
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Hohes Alter
  • Genetische Veranlagung 

Folgen

Die Verengung selbst kann den Blutfluss zum Gehirn reduzieren, was besonders bei stark ausgeprägten Stenosen relevant wird. Die gefährlichste Komplikation entsteht jedoch, wenn Teile der Plaques aufbrechen oder sich Blutgerinnsel darauf bilden, die dann mit dem Blutstrom ins Gehirn geschwemmt werden. 

Mögliche Folgen sind:

  • Transitorische Ischämische Attacken (TIA): Vorübergehende neurologische Störungen (z. B. kurzzeitige Sehstörungen, Sprachstörungen, Lähmungen einer Körperhälfte), die sich innerhalb von Minuten bis Stunden zurückbilden.
  • Schlaganfall (Hirninfarkt): Eine bleibende Schädigung des Gehirns durch einen kompletten Gefäßverschluss, oft die erste und verheerendste Manifestation der Erkrankung.

Behandlung

Die Behandlung zielt darauf ab, das Fortschreiten der Engstelle zu vermeiden und einem Schlaganfall vorzubeugen. 

  1. Konservative Therapie / Lebensstilanpassung:
    • Risikofaktorenkontrolle: Optimale Einstellung von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinwerten, ggf. medikamentös.
    • Rauchstopp, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind essenziell.
  2. Medikamentöse Therapie:
    • Thrombozytenaggregationshemmer: Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®) oder Clopidogrel verhindern, dass Blutplättchen verklumpen und Gerinnsel bilden.
    • Statine: Diese Cholesterinsenker stabilisieren die Plaques und verlangsamen das Fortschreiten der Arteriosklerose.
  3. Invasive Verfahren (bei hochgradigen Stenosen oder Symptomen):
    • Carotis-Endarteriektomie (CEA): Ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Halsschlagader geöffnet und die arteriosklerotische Plaque mechanisch entfernt wird.
    • Carotis-Angioplastie und Stenting (CAS): Ein weniger invasives Verfahren, bei dem ein Katheter verwendet wird, um die Verengung mit einem Ballon zu weiten und anschließend ein Stent (Gefäßstütze) eingesetzt wird, um das Gefäß offen zu halten

Kontakt

Kontakt

Violetta Jetter

Chefsekretärin

Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie