Multimodale Therapie - konservativ und operativ aus einer Hand
Übergewicht und Diabetes sind chronische Erkrankungen, die eine lebenslange Begleitung erfordern. In unserem Adipositaszentrum arbeiten Adipositasambulanz, Innere Medizin (Ernährungsmedizin, Gastroenterologie, Diabetologie), Psychosomatik und Adipositas-/metabolische Chirurgie eng zusammen. So entwickeln wir für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen, leitlinienorientierten Behandlungsplan - vom Lebensstil- und Medikamentenprogramm, bis zu modernen, minimalinvasiven Operationen, einschließlich Revisionseingriffen. Die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen ist fester Bestandteil unseres Konzepts.
Leistungen
Unser Behandlungsansatz - Schritt für Schritt
Hinweis: Adipositas wird international als krankhaftes Übergewicht definiert; behandelt wird heute multimodal - aus konservativen Bausteinen und ggf. Chirurgie in einem Mehrstufen-Programm.
Erstkontakt & Basisdiagnostik
Medizinische Anamnese, Ernährungs- und Bewegungsprofil, psychosomatische Einschätzung, Labordiagnostik.
Konservative Therapie
Ernährungs- und Bewegungstherapie, Verhaltenstherapie/Psychosomatik, medikamentöse Optionen - individuell kombiniert.
Interdisziplinäres Board
Gemeinsame Fallbesprechung: Welche Maßnahmen (weiterhin konservativ, OP-Vorbereitung, Studie) sind sinnvoll?
Operative Verfahren (bei Eignung)
Minimalinvasive Eingriffe (z. B. Schlauchmagen, Magenbypass, Revisionschirurgie) - Verfahren und Vorgehen erläutern wir ausführlich im Aufklärungsgespräch.
Nachsorge und Langzeitbetreuung
Regelmäßige Kontrollen, Ernährungs-/Bewegungscoaching, ggf. Anpassungen von Medikamenten und Vitamin-/Mineralstoff-Substitution.
Übersicht
Operative Möglichkeiten
Welche Methode geeignet ist, hängt u. a. von Begleiterkrankungen, Ernährungsprofil, Voroperationen und individuellen Zielen ab. Die Entscheidung trifft unser Team gemeinsam mit Ihnen nach gründlicher Aufklärung. (Allgemeine Orientierung: multistufige, interdisziplinäre Behandlungskonzepte sind Standard in ausgewiesenen Adipositas-Zentren.)
| Schlauchmagen (Sleeve-Gastrectomy) | Reduktion des Magenvolumens, hormonelle Effekte auf Sättigung/Hunger. |
| Magenbypass-Verfahren | Restriktion & Malabsorption, etablierte Langzeitergebnisse. |
| Revisionschirurgie | bei Folgeproblemen oder unzureichendem Erfolg nach Voroperation. |
Sprechstunden und Kooperationen
- Urogynäkologische, diabetologische, ernährungsmedizinische und psychosomatische Mitbetreuung sind strukturell eingebunden.
- ANEST-Netzwerk: enger Austausch mit regionalen Partnern; Ziel ist ein einheitlicher hoher Versorgungsstandard.
- Forschung: Kooperationen, u. a. mit der Universität Hohenheim.

Häufige Fragen
- Wann ist eine Operation sinnvoll?
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen und medizinische Kriterien erfüllt sind, kann eine OP den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen. Entscheidung immer individuell nach Aufklärung, Diagnostik und gemeinsamem Beschluss. - Ist das eine “Abkürzung”?
Nein. Auch nach OP bleiben Ernährung, Bewegung und Nachsorge entscheidend für den langfristigen Erfolg. - Ambulant oder stationär?
Eingriffe erfolgen in der Regel stationär mit strukturierter Vorbereitung und klaren Nachsorge-Intervallen.

Team

Kontakt
Dr. med. Michael Kramer
Sektionsleiter
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie- Telefon: 07121 200-3420
- Fax: 07121 200-3570
- adipositas@kliniken-rt.de
