Reutlingen | 29.10.2021– Aufgrund der zuletzt kontinuierlich gestiegenen Infektionszahlen verbunden mit einem stark erhöhten Aufkommen von Covid-19-Patienten in den Kreiskliniken Reutlingen, hat die Klinikeinsatzleitung gemeinsam mit der Geschäftsführung einen Stufenplan entwickelt, der die Versorgung der Covid-19-Patienten am Standort in Reutlingen ab sofort sichern soll. Als erste Maßnahme wird nun schrittweise die Anzahl der geplanten operativen Eingriffe reduziert, um freie Belegungskapazitäten für mögliche überwachungspflichtige Covid-19-Patienten zu schaffen. Steigen die stationären Aufnahmezahlen weiter, dann muss die Anzahl weiterer Patientengruppen schrittweise reduziert werden.
„Die aktuelle Situation macht eine Anpassung unserer Strategie notwendig. Mit aktuell mehr als 30 Covid-19-Patienten, die teilweise auch intensivpflichtig sind, müssen wir handeln. Medizinisch notwendige Behandlungen und Eingriffe werden aber trotz der Anpassungen selbstverständlich weiter durchgeführt und die Versorgung der Bevölkerung ist gesichert", erklärt Dominik Nusser, Geschäftsführer der Kreiskliniken Reutlingen GmbH.
„Die einzige Chance die Pandemie in den Griff zu bekommen, ist eine hohe Impfquote", sagt Prof. Dr. Jörg Martin, Vorsitzender Geschäftsführer der Kreiskliniken Reutlingen, und ergänzt mit einem Appell an die bisher nicht Geimpften: „Nehmen Sie Ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und lassen Sie sich impfen." Von der Bundespolitik fordert Martin, die Krankenhäuser zu unterstützen, sowie die nationale Pandemielage mindestens bis Frühjahr 2022 aufrechtzuerhalten. Alles andere wäre mitten in der vierten Welle nicht vertretbar.
„Bereits seit Ende 2020 sind Impfungen gegen das Corona-Virus möglich. Trotzdem müssen angesichts der hohen Zahlen an Covid-19-Patienten erneut geplante operative Eingriffe reduziert werden. Die allermeisten der zu behandelnden Patienten in den Kliniken sind nicht geimpft. Daher appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger: Helfen Sie mit, schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen mit der Impfung!", so der Landrat des Landkreises Reutlingen, Dr. Ulrich Fiedler, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kreiskliniken Reutlingen GmbH ist.
Generell gilt weiterhin, dass alle Covid-19-Patienten zentral im Klinikum am Steinenberg in Reutlingen behandelt werden. Stationäre Patienten nach überstandener Covid-Infektion werden im Bedarfsfall in die Ermstalklinik nach Bad Urach verlegt. Die Albklinik in Münsingen soll möglichst frei von Covid-19-Patienten gehalten werden, um dort OP-Möglichkeiten freizuhalten.