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Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie Reutlingen

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Chronische Wunden

Im Normalfall heilen Wunden, die wir uns zuziehen, in Abhängigkeit von deren Lokalisation und Tiefe (und Behandlung) innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen ab.

Die Wundheilung wird durch verschiedene Faktoren verzögert, gestört oder gar dauerhaft verhindert. Beispielhaft sei hier der diabetische Fuß oder das Ulcus cruris venosum aufgeführt.     Wird die zugrundeliegende Gefäßproblematik erfolgreich behandelt, so kann die Wundheilung schneller erfolgen. Dazu ist eine saubere Wunde Voraussetzung.

In den Kreiskliniken Reutlingen verfügen wir über zahlreiche Möglichkeiten zur Wundsäuberung. 
So wird neben der chirurgischen Wundreinigung (Debridement) auch die Behandlung mit medizinischen Larven angewandt:

Larven zur Wundreinigung in einem Beutel

 

 

 

 

 

Es stehen noch die ultraschallassisierte Wundreinigung und die Wundreinigung mit kaltem Plasma zur Verfügung:

Plasma entsteht bei der Ionisation von hochenergetischen Elektronen der Atome und Moleküle von einem Gas, welches keine direkte biologische Aktivität hat (Argon, Helium, Sauerstoff, Stickstoff, Luft oder eine Mischung davon) und mit elektrischer Energie versorgt wird. Es besteht aus positiv und negativ geladenen Teilchen (Elektronen und Ionen), neutralen Atomen und Photonen (Gan et al, 2018). Kaltplasma (cold atmospheric plasma – CAP) ist teilweise ionisiertes Gas -produziert bei Raumtemperatur und atmosphärischen Druck, welches von elektrischen Ladungen kreiert wird (Arndt et al, 2013).

Pflegeexpertin behandelt Patient mit kaltem Plasma

Bei unserem Gerät handelt es sich um das Prinzip der dielektrischen Barriereentladung (DBD) (Gan et al, 2018). Der erzeugte Strom fließt durch den Körper, das behandelte Gewebe fungiert als Plasmaelektrode. Daher wird der Patient bei der Behandlung geerdet.
Mit dieser innovativen Therapieform werden Bakterien und Keime abgetötet, eine Verbesserung der Vaskularisierung der Wunde und eine Erhöhung der Sauerstoffsättigung und der Angiogenese der Haut erreicht (Gan et al, 2018). Die Aufnahmen der behandelten Wunden mit der Hyperspektralkamera haben diese Dinge bestätigt.

 


Neben der Säuberung der Wunde von Bakterien und abgestorbenem Gewebe kommt auch dem Wundverband eine entscheidende Bedeutung zu. Gemeinsam mit der Pflegeexpertin Wundmanagement stehen uns eine Vielzahl, auch modernster Wundauflagen und heilungsfördernder Substanzen, zur Verfügung.

Nach der Wundkonditionierung werden bei großflächigen Wunden Hautverpflanzungen zum schnelleren Wundverschluss durchgeführt.

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