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Endoprothetikzentrum

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Patienteninformationen

1. Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Operation?

Eine Knie- oder Hüftprothese ist in der Regel kein "Muss", bei entsprechend fortgeschrittenem Gelenkverschleiß jedoch oft die einzige Möglichkeit eine Besserung zu erlangen.

Der richtige Zeitpunkt für die Operation ist meist dann, wenn der Leidensdruck des Einzelnen entsprechend hoch ist, nicht operative und andere Verfahren, wie beispielsweise die regelmäßige Betreuung in der Hüftsportgruppe in unserem Haus, ausgeschöpft sind oder Komplikationen durch Medikamentennebenwirkungen der Schmerzmittel auftreten. Die Betroffenen sind in der Regel in ihrem täglichen Leben zunehmend eingeschränkt und können teilweise am normalen Leben nicht mehr teilnehmen: Der Gang zum Supermarkt und zum Bäcker beispielsweise wird zur täglichen Qual.

2. Wie läuft die Voruntersuchung ab?

Der erste Kontakt mit uns findet in unserer Sprechstunde statt. Bitte vereinbaren Sie mit dem Sekretariat einen Termin.

Endoprothetiksprechstunde Reutlingen/Münsingen

Sprechstunde
Anmeldung
Reutlingen
Donnerstag,
08:30 bis 11:00 Uhr
07121 / 200-34 21
oder -34 22
E-Mail: ambulanz-unfallchirurgie@klin-rt.de
Münsingen
Dienstag/Mittwoch,
09:30 bis 15:00 Uhr
07381 / 7200
E-Mail: rall_e@klin-rt.de


Sie benötigen einen Überweisungsschein von einem niedergelassenen Chirurgen oder Orthopäden.

Voruntersuchung

Bitte bringen Sie zum Sprechstundentermin – wenn möglich – vorhandene Röntgenbilder und Unterlagen zu eventuell bestehenden Erkrankungen mit.
Notfälle (zum Beispiel starke Schmerzen) sind davon natürlich ausgenommen – diese Patienten können jederzeit (24 Stunden täglich) die Zentrale Notaufnahme aufsuchen.
Nach entsprechender Untersuchung und Diagnostik werden wir mit Ihnen die für Sie geeignete Therapie besprechen und gegebenenfalls einen Operationstermin vereinbaren. Um eine nahtlose postoperative Weiterbehandlung zu ermöglichen, wird unser Team des Sozialdienstes informiert und setzt sich mit Ihnen bzgl. Ihrer Anschlussheilbehandlung (AHB) in Verbindung, so dass die Kostenträger und die AHB-Klinik die Nachbehandlung fortführen. Sie können somit das Krankenhaus sorgenfrei verlassen und sich ganz auf Ihre Genesung konzentrieren.

3. Die Operation

Bevor unsere Operateure Ihnen die Prothese einsetzen, wird die Lage Ihres neuen Knie- oder Hüftgelenks präzise geplant. Dies erfolgt mit einem hochmodernen Computersystem, das es ermöglicht, anhand von radiologischen Aufnahmen die Prothese und sämtliche zugehörige Komponenten vorab virtuell zu planen. So kann sichergestellt werden, dass sich der Gelenkersatz problemlos in den Bewegungsapparat einfügt.

Der Operationstag

Ihre Operation dauert in der Regel ein bis zwei Stunden. Vor, während und nach dem Eingriff werden sie kontinuierlich von unseren Mitarbeitern der Klinik für Anästhesie betreut.

Für die Operation halten wir verschiedene Prothesenmodelle vor. So können Sie sicher gehen, dass Sie die für Sie optimale Prothese erhalten, die sich in Größe und Form ideal Ihrem Gelenk anpasst. Unser hochmoderner Operationssaal verfügt neben zahlreichen weiteren Einrichtungen auch über eine spezielle Lüftungstechnik, die für einen sterilen Luftstrom sorgt.

Im Anschluss an die Operation werden Sie in den Aufwachraum und von dort aus auf unsere Normalstation gebracht.

Stationärer Aufenthalt

Dass Sie Ihre Selbstständigkeit nach der Operation schnellstmöglich wieder erlangen, hat für uns besonders hohe Priorität. Aus diesem Grund beginnen unsere Mitarbeiter aus dem Bereich Physiotherapie bereits kurz nach Ihrem Eingriff damit, Ihnen hilfreiche Übungen zur Mobilisation zu zeigen, die Sie schnell wieder auf sprichwörtlich eigenen Beinen stehen lassen.

Der stationäre Aufenthalt im Krankenhaus nach einem Gelenkersatz beträgt in der Regel zehn bis 14 Tage.

Unsere Station ist auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten ausgelegt, die eine Prothese erhalten haben. Das bedeutet, dass Ihnen und unserem Personal spezielle Hilfsmittel zur Verfügung stehen, darunter beispielsweise Lagerungs- und Bewegungsschienen sowie Sitzerhöhungen und Gehstützen, die Ihnen den Tagesablauf auf Station erleichtern.

Bei Visiten und Übergaben können Sie direkt mit Ihrem behandelnden Arzt und den Mitarbeitern der Physiotherapie und des Pflegedienstes in den Dialog treten und Fragen stellen. So können wir uns direkt um Ihre Anliegen kümmern und Ihnen gleich kompetent weiter helfen.
Für eine individuelle Schmerzbehandlung sorgt unser Regionales Schmerzzentrum.

Qualität in der Pflege

Um ein hohes Niveau der pflegerischen Betreuung zu gewährleisten, werden regelmäßig gemeinsame Fortbildungen für Ärzte und Pflegende durchgeführt und spezielle Pflegestandards etabliert. Basis der Zusammenarbeit sind die zeitnahe Dokumentation und der rege Austausch von Informationen zwischen Mitarbeitern des Pflegedienstes und Ärzten.
Wir verfügen außerdem über die Expertise von Pflegeexperten, die bei Bedarf hinzugezogen werden (z. B. Pflegeexpertin "Wundmanagement")

4. Nach der Operation

Unser Team der Physiotherapie sorgt für eine nahtlose postoperative Weiterbehandlung. Noch während Ihres Aufenthalts bei uns kümmert sich ein Mitarbeiter um die Hilfsmittel, die Sie später zuhause benötigen, bespricht mit Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten für eine anschließende Reha und nimmt dazu Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf, um Details zu klären.

Leben mit einer Prothese

Bereits nach wenigen Monaten können Sie Ihren Alltag wieder wie gewohnt meistern. Dazu gehört selbstverständlich auch Sport. Ideal sind gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Walken oder Kraftsport im Fitnessstudio. Sprechen Sie hierzu jedoch im Detail mit Ihrem behandelnden Arzt.

Eine Prothese gibt neue Lebensqualität – trotzdem bleibt sie ein Fremdkörper. Eine regelmäßige Nachsorge ist daher unbedingt notwendig, auch um mögliche Komplikationen rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Daneben behalten wir den Verschleiß Ihrer Prothese im Blick.

Ihr Weg zum Therapieerfolg – was Sie tun können

Neben einer hochwertigen Prothese, einer optimal durchgeführten Operation und einer auf Sie individuell angepassten Anschlussbehandlung ist ein Faktor besonders wichtig für einen Therapieerfolg: Sie selbst.

  • Stellen Sie Ihrem Arzt, Ihren Physiotherapeuten und dem Pflegepersonal Fragen, die Sie zum Thema Gelenkersatz beschäftigen und bauen Sie Unsicherheiten ab.
  • Nutzen Sie die Zeit in der Reha aktiv im Rahmen Ihrer körperlichen Möglichkeiten, um mit Ihrem neuen Knie- oder Hüftgelenk wieder auf die Beine zu kommen.
  • Doch auch im Anschluss sollten Sie regelmäßig ein gezieltes Training ausführen, das Ihre Gelenke schont und umliegende Muskeln und Bänder stabilisiert.

Prothesen sind etablierte, erfolgreich eingesetzte Verfahren bei Arthrose, insbesondere von Knie- und Hüftgelenk. Letztlich ist eine Prothese jedoch nur ein Ersatz und bei weitem nicht so gut wie das Original. Trotz weltweit sehr guter Erfahrungen mit der Endoprothetik können immer Restbeschwerden und Funktionseinschränkungen verbleiben. In den meisten Fällen haben die Patienten jedoch eine deutliche Linderung der Beschwerden, bis hin zur Beschwerdefreiheit. Es kann aber bis zu einem Jahr vergehen, bis sich das gewünschte Ergebnis einstellt.

 

Titelseite Flyer Patienteninformation Patientenflyer

Im Patientenflyer (2 MB) finden Sie nützliche Informationen rund um eine Behandlung im EndoProthetikZentrum Reutlingen:

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Operation?
  • Wie läuft die Voruntersuchung ab?
  • Wie läuft die Operation ab?

Flyer herunterladen (Sie haben keine Berechtigung zum Herunterladen.)

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